

Monsanto hat einen Richter in Missouri zur Genehmigung, eines vorgeschlagenen Roundup-Vergleichs in Höhe von 7,25 Milliarden US-Dollar aufgefordert, der nahezu alle aktuellen und künftigen Krebsklagen gegen das Unternehmen in den USA beilegen könnte, und dem Gericht mitgeteilt, es werde keine andere ausgehandelte Einigung geben, falls die Vereinbarung scheitern sollte.
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Das Ausmaß der Rechtsstreitigkeiten rund um Monsantos Pflanzenvernichtungsmittel Roundup nimmt weiter zu. Nun beantragt das Unternehmen bei einem Richter in Missouri, den vorgeschlagenen Vergleich in Höhe von 7,25 Milliarden US-Dollar zu genehmigen. Mit ihm sollen die meisten aktuellen und künftigen Klagen in den USA beigelegt werden, in denen geltend gemacht wird, dass der Kontakt mit Roundup Non-Hodgkin-Lymphome verursacht habe. Berichten zufolge sind noch rund 65 000 Klagen anhängig. Monsanto, das 2018 von Bayer übernommen wurde, beharrt weiterhin darauf, dass das auf Glyphosat basierende Roundup keinen Krebs verursache.
Die vorgelegte Vereinbarung folgt auf jahrelange Gerichtsverfahren, in denen Geschworenengerichte einigen Klägern erhebliche Schadenersatzsummen zugesprochen haben, wobei sich Bayer in anderen Fällen erfolgreich verteidigen oder Urteile aufheben lassen konnte. Im Jahr 2020 kündigte das Unternehmen Vereinbarungen im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar an, um einen Großteil der bestehenden Rechtsstreitigkeiten beizulegen. Allerdings sind weiterhin Tausende weiterer Klagen eingereicht worden. Kritiker des jüngsten Vorschlags argumentieren, dass dessen Bedingungen einige Menschen benachteiligen könnten, die in Zukunft an Krebs erkranken.
Unabhängig davon, wie diese Gerichtsverfahren letztendlich ausgehen werden, verdeutlicht allein schon das Ausmaß der Roundup-Klagen die enormen finanziellen und menschlichen Folgen, die entstehen können, wenn Fragen zur Chemikaliensicherheit jahrzehntelang ungeklärt bleiben. Monsantos anhaltendes Beharren darauf, dass sein Produkt keinen Krebs verursache, steht in scharfem Kontrast zu den Vorwürfen, die von Zehntausenden von Klägern vorgebracht werden. Die Kontroverse unterstreicht die Notwendigkeit wirklich unabhängiger Sicherheitsprüfungen und eines Vorsorgeansatzes im Umgang mit Chemikalien, denen Millionen von Menschen ausgesetzt sein könnten.
Monsanto hat durch Ghostwriting, durch das Zurückhalten wissenschaftlicher Daten, durch Absprachen mit staatlichen Aufsichtsbehörden und durch anderes unternehmerisches Fehlverhalten angeblich versucht, die schwerwiegenden Folgen von Roundup für die öffentliche Gesundheit zu verschleiern. Lesen Sie mehr darüber in diesem Artikel auf unserer Webseite.