US-​Um­welt­schutz­be­hör­de lässt Bayer die Vor­schrif­ten für ein schäd­li­ches Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­tel fest­le­gen
25. September 2026
Die lau­fen­den Kos­ten des bri­ti­schen Ent­schä­di­gungs­pro­gramms für Schä­den durch COVID-​19-​Impf­stof­fe sind mehr als dop­pelt so hoch wie die an die Op­fer ge­zahl­ten Be­trä­ge
25. September 2026

Mon­san­to er­klärt, der 7,25-​Mil­li­ar­den-​Dol­lar-​Deal zu Round­up sei der ein­zi­ge Ver­gleich, wäh­rend noch 65 000 Krebs­kla­gen an­hän­gig sind

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Meldung

Mon­san­to hat ei­nen Rich­ter in Mis­sou­ri zur Ge­neh­mi­gung, ei­nes vor­ge­schla­ge­nen Round­up-​Ver­gleichs in Hö­he von 7,25 Mil­li­ar­den US-​Dol­lar auf­ge­for­dert, der nahe­zu al­le ak­tu­el­len und künf­ti­gen Krebs­kla­gen ge­gen das Un­ter­neh­men in den USA bei­le­gen könn­te, und dem Ge­richt mit­ge­teilt, es wer­de kei­ne an­de­re aus­ge­han­del­te Ei­ni­gung ge­ben, falls die Ver­ein­ba­rung schei­tern soll­te.
[Quelle: lawcommentary.com]

[Bildquelle: wikimedia.org]

Kommentar

Das Aus­maß der Rechts­strei­tig­kei­ten rund um Mon­san­tos Pflan­zen­ver­nich­tungs­mit­tel Round­up nimmt wei­ter zu. Nun be­an­tragt das Un­ter­neh­men bei ei­nem Rich­ter in Mis­sou­ri, den vor­ge­schla­ge­nen Ver­gleich in Hö­he von 7,25 Mil­li­ar­den US-​Dol­lar zu ge­neh­mi­gen. Mit ihm sol­len die meis­ten ak­tu­el­len und künf­ti­gen Kla­gen in den USA bei­ge­legt wer­den, in de­nen gel­tend ge­macht wird, dass der Kon­takt mit Round­up Non-​Hodg­kin-​Lym­pho­me ver­ur­sacht ha­be. Be­rich­ten zu­fol­ge sind noch rund 65 000 Kla­gen an­hän­gig. Mon­san­to, das 2018 von Ba­yer über­nom­men wur­de, be­harrt wei­ter­hin da­rauf, dass das auf Gly­pho­sat ba­sie­ren­de Round­up kei­nen Krebs ver­ur­sa­che.

Die vor­ge­leg­te Ver­ein­ba­rung folgt auf jah­re­lan­ge Ge­richts­ver­fah­ren, in de­nen Ge­schwo­re­nen­ge­rich­te ei­ni­gen Klä­gern er­heb­li­che Scha­den­er­satz­sum­men zu­ge­spro­chen ha­ben, wo­bei sich Bayer in an­de­ren Fäl­len er­folg­reich ver­tei­di­gen oder Ur­tei­le auf­he­ben las­sen konn­te. Im Jahr 2020 kün­dig­te das Un­ter­neh­men Ver­ein­ba­run­gen im Wert von rund 10 Mil­li­ar­den US-​Dol­lar an, um ei­nen Groß­teil der be­ste­hen­den Rechts­strei­tig­kei­ten bei­zu­le­gen. Al­ler­dings sind wei­ter­hin Tau­sen­de wei­te­rer Kla­gen ein­ge­reicht wor­den. Kri­ti­ker des jüngs­ten Vor­schlags ar­gu­men­tie­ren, dass des­sen Be­din­gun­gen ei­ni­ge Men­schen be­nach­tei­li­gen könn­ten, die in Zu­kunft an Krebs er­kran­ken.

Un­ab­hän­gig da­von, wie die­se Ge­richts­ver­fah­ren letzt­end­lich aus­ge­hen wer­den, ver­deut­licht al­lein schon das Aus­maß der Round­up-​Kla­gen die enor­men fi­nan­ziel­len und mensch­li­chen Fol­gen, die ent­ste­hen kön­nen, wenn Fra­gen zur Che­mi­ka­lien­si­cher­heit jahr­zehn­te­lang un­ge­klärt blei­ben. Mon­san­tos an­hal­ten­des Be­har­ren da­rauf, dass sein Pro­dukt kei­nen Krebs ver­ur­sa­che, steht in schar­fem Kon­trast zu den Vor­wür­fen, die von Zehn­tau­sen­den von Klä­gern vor­ge­bracht wer­den. Die Kon­tro­ver­se un­ter­streicht die Not­wen­dig­keit wirk­lich un­ab­hän­gi­ger Si­cher­heits­prü­fun­gen und ei­nes Vor­sor­ge­an­sat­zes im Um­gang mit Che­mi­ka­lien, de­nen Mil­li­o­nen von Men­schen aus­ge­setzt sein könn­ten.

Mon­san­to hat durch Ghost­wri­ting, durch das Zu­rück­hal­ten wis­sen­schaft­li­cher Da­ten, durch Ab­spra­chen mit staat­li­chen Auf­sichts­be­hör­den und durch an­de­res un­ter­neh­me­ri­sches Fehl­ver­hal­ten an­geb­lich ver­sucht, die schwer­wie­gen­den Fol­gen von Round­up für die öf­fent­li­che Ge­sund­heit zu ver­schlei­ern. Le­sen Sie mehr da­rü­ber in die­sem Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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