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Nach drei To­des­fäl­len un­ter­bricht No­var­tis Stu­dien zu ei­ner ex­pe­ri­men­tel­len The­ra­pie

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Meldung

No­var­tis gab be­kannt, dass das Un­ter­neh­men En­de Au­gust acht kli­ni­sche Stu­dien zu ei­ner ex­pe­ri­men­tel­len Zell­the­ra­pie ge­gen Au­to­im­mun- und neu­ro­lo­gi­sche Er­kran­kun­gen aus­ge­setzt habe, nach­dem drei Pa­tien­ten ver­stor­ben wa­ren.
[Quelle: reuters.com]

[Bildquelle: wikimedia.org]

Kommentar

Im Rah­men die­ser Stu­dien wur­de das als Rap-​Cel be­zeich­ne­te ex­pe­ri­men­tel­le Ver­fah­ren, wel­ches zu den so­ge­nann­ten CAR-​T-​Zell­the­ra­pien zählt, im Hin­blick auf die An­wen­dung bei Au­to­im­mun- und neu­ro­lo­gi­schen Er­kran­kun­gen über­prüft. No­var­tis gibt an, ei­ne um­fas­sen­de Un­ter­su­chung der drei To­des­fäl­le durch­zu­füh­ren und mit un­ab­hän­gi­gen Si­cher­heits­gre­mien zu­sam­men­zu­ar­bei­ten, um die Ur­sa­chen zu er­mit­teln.

Bei CAR-​T-​The­ra­pien wer­den dem Pa­tien­ten Im­mun­zel­len ent­nom­men, im La­bor ge­ne­tisch ver­än­dert und an­schlie­ßend wie­der in den Kör­per zu­rück­ge­führt, um be­stimm­te Zie­le an­zu­grei­fen. Die Tech­no­lo­gie, die ur­sprüng­lich vor al­lem zur Be­hand­lung von Krebs­er­kran­kun­gen ent­wickelt wur­de, wird nun auch hin­sicht­lich Au­to­im­mun­er­kran­kun­gen un­ter­sucht. Der Phar­ma­kon­zern Bris­tol Myers Squibb hat zu­dem die Stu­dien zu ei­ner kon­kur­rie­ren­den CAR-​T-​The­ra­pie, Zo­la-​Cel, frei­wil­lig aus­ge­setzt, um eben­fal­ls die Si­cher­heits­da­ten zu über­prü­fen. Bei­de Be­hand­lun­gen be­fin­den sich wei­ter­hin im Ver­suchs­sta­dium.

Die­se Vor­gän­ge ma­chen ein­mal mehr deut­lich, dass hoch­ent­wickel­te neue me­di­zi­ni­sche Tech­no­lo­gien schwer­wie­gen­de und mit­un­ter un­vor­her­seh­ba­re Ri­si­ken ber­gen kön­nen. Wäh­rend phar­ma­zeu­ti­sche In­no­va­tio­nen häu­fig als fast un­er­läss­li­cher Vor­stoß hin zu si­che­re­ren und wirk­sa­me­ren The­ra­pien dar­ge­stellt wer­den, kön­nen die bio­lo­gi­schen Fol­gen ei­ner Ma­ni­pu­la­tion des mensch­li­chen Im­mun­sys­tems äu­ßerst kom­plex sein. Pa­tien­ten ha­ben ein Recht auf voll­stän­di­ge Trans­pa­renz hin­sicht­lich schwer­wie­gen­der un­er­wünsch­ter Er­eig­nis­se, die wäh­rend kli­ni­scher Stu­dien auf­tre­ten, und Auf­sichts­be­hör­den müs­sen si­cherstellen, dass der kom­mer­ziel­le Druck zur Ent­wick­lung lu­kra­tiver neu­er The­ra­pien nicht Vor­rang vor der Pa­tien­ten­si­cher­heit hat.

Um zu er­fah­ren, wie die Phar­ma­in­dus­trie ge­zielt Be­ste­chung und an­de­re kor­rup­te Prak­ti­ken ein­setzt, um den Ab­satz von Me­di­ka­men­ten zu stei­gern, die Ver­schrei­bungs­pra­xis zu be­ein­flus­sen und sich ei­ne be­vor­zug­te Be­hand­lung durch Re­gie­run­gen und Auf­sichts­be­hör­den zu si­chern, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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