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Slo­wa­kei will von der EU vor­an­ge­trie­be­ne De­re­gu­lie­rung bei der Gen­ma­ni­pu­la­tion ge­richt­lich an­fech­ten

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Meldung

Die Slo­wa­kei will ge­gen das neue EU-​Ge­setz zur De­re­gu­lie­rung der meis­ten gen­tech­nisch ver­än­der­ten Pflan­zen vor­ge­hen, wie Mi­nis­ter­prä­si­dent Ro­bert Fi­co an­ge­kün­digt hat. Da­bei wird das Land Be­den­ken hin­sicht­lich Vor­sor­ge, Trans­pa­renz und Ver­brau­cher­wahl­frei­heit vor den Ge­richts­hof der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion, das höchs­te Ge­richt der EU, brin­gen.
[Quelle: beyond-gm.org]

[Bildquelle: pixabay.com]

Kommentar

Die neue Ge­setz­ge­bung der Eu­ro­pä­i­schen Un­ion zu gen­edi­tier­ten Pflan­zen schafft ei­ne Ka­te­go­rie na­mens NGT1 für Pflan­zen, die mit­hil­fe so­ge­nann­ter neu­er Ge­nom­tech­ni­ken er­zeugt wur­den. So­bald be­stätigt ist, dass die­se Pflan­zen die ent­spre­chen­den Kri­te­rien er­fül­len, dür­fen sie prin­zi­piell wie kon­ven­tio­nell ge­züch­te­te Sor­ten be­han­delt wer­den, also oh­ne dass die sonst gel­ten­den fall­be­zo­ge­nen GVO-​Ri­si­ko­be­wer­tun­gen, Zu­las­sungs­an­for­de­run­gen, Kenn­zeich­nungs­pflich­ten für Le­bens­mit­tel und Rück­ver­folg­bar­keits­vor­schrif­ten zur An­wen­dung kom­men.

Die Slo­wa­kei ist ei­nes von sechs EU-​Län­dern, die sich ge­gen die Rechts­vor­schrift aus­spra­chen und hat ins­be­son­de­re Be­den­ken ge­äu­ßert, dass Ver­brau­cher die Mög­lich­keit ver­lie­ren könn­ten, fun­dier­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Kri­ti­ker war­nen au­ßer­dem da­vor, dass die Auf­he­bung der An­for­de­rungen an die Ri­si­ko­be­wer­tung und Rück­ver­folg­bar­keit Aus­wir­kun­gen auf den öko­lo­gi­schen und GVO-​frei­en Land­bau ha­ben könn­te. Die neue Ver­ord­nung trat im Ju­li 2026 in Kraft, wo­bei ih­re wich­tigs­ten Be­stim­mun­gen erst ab Ju­li 2028 gel­ten wer­den. Zum Zeit­punkt der Er­stel­lung die­ses Ar­ti­kels hat die Slo­wa­kei ih­re Ab­sicht an­ge­kün­digt, recht­li­che Schrit­te ein­zu­lei­ten, hat die Kla­ge je­doch noch nicht ein­ge­reicht.

Seit lan­gem ver­tritt un­se­re Stif­tung die Auf­fas­sung, dass Ver­brau­cher ein grund­le­gen­des Recht da­rauf ha­ben, zu er­fah­ren, wie die von ih­nen ge­kauf­ten Le­bens­mit­tel her­ge­stellt wur­den. Neue Gen­tech­no­lo­gien soll­ten nicht von ei­ner an­ge­mes­se­nen Si­cher­heits­prü­fung, Trans­pa­renz und Kenn­zeich­nung aus­ge­nom­men wer­den, bloß weil de­ren Ent­wick­ler be­haup­ten, sie wür­den an ih­nen Ver­än­de­run­gen vor­neh­men, die de­nen äh­neln, wel­che auf na­tür­li­che Wei­se oder durch kon­ven­tio­nel­le Züch­tung ent­ste­hen könn­ten. Die Kla­ge der Slo­wa­kei wirft wich­ti­ge Fra­gen zum Vor­sor­ge­prin­zip, zur Wahl­frei­heit der Ver­brau­cher auf, aber auch da­zu, wes­sen In­te­res­sen die eu­ro­pä­i­sche Le­bens­mit­tel­re­gu­lie­rung letzt­end­lich die­nen soll.

Um zu er­fah­ren, wie GVO der neu­en Ge­ne­ra­tion be­wusst mit va­gen Schlag­wor­ten ge­kenn­zeich­net wer­den, um Wi­der­stand in der Öf­fent­lich­keit und ei­ne fun­dier­te De­bat­te zu ver­mei­den, le­sen Sie die­sen Bei­trag auf un­se­rer Web­sei­te.

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