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US-​Um­welt­schutz­be­hör­de lässt Bayer die Vor­schrif­ten für ein schäd­li­ches Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­tel fest­le­gen

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Meldung

Wie aus kürz­lich ver­öf­fent­lich­ten in­ter­nen Do­ku­men­ten der US-​Um­welt­schutz­be­hör­de her­vor­geht, hat die­se dem Pes­ti­zid­rie­sen Bayer ge­stat­tet, aus ei­ner Rei­he von Re­gu­lie­rungs­op­tio­nen für das um­strit­te­ne und schäd­li­che Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­tel Di­cam­ba aus­zu­wäh­len.
[Quelle: theguardian.com]

[Bildquelle: pixabay.com]

Kommentar

In­ter­ne EPA-​Do­ku­men­te ha­ben Be­sorg­nis er­re­gen­de Fra­gen auf­ge­wor­fen hin­sicht­lich des Ein­flus­ses, den Pes­ti­zid­her­stel­ler auf die Re­gu­lie­rung ih­rer ei­ge­nen Pro­duk­te aus­zu­üben schei­nen. Den Do­ku­men­ten zu­fol­ge leg­ten EPA-​Be­am­te Bayer ei­ne Rei­he mög­li­cher Be­schrän­kun­gen vor, die da­rauf ab­ziel­ten, die durch das Di­cam­ba-​Un­kraut­ver­nich­tungs­mit­tel des Un­ter­neh­mens ver­ur­sach­ten Schä­den zu ver­rin­gern, und frag­ten, wel­che Maß­nah­men das Un­ter­neh­men be­vor­zu­ge. Die an­schlie­ßend von der Be­hör­de prä­sen­tier­ten Vor­schrif­ten spie­gel­ten Be­rich­ten zu­fol­ge meh­re­re der von Ba­yer ge­trof­fe­nen Ent­schei­dun­gen wi­der.

Di­cam­ba wird sehr kon­tro­vers dis­ku­tiert, nicht nur weil es von den Fel­dern, auf de­nen es ver­sprüht wird, ab­drif­ten und be­nach­bar­te Kul­tu­ren, Bäu­me und an­de­re Ve­ge­ta­tion schä­di­gen kann. For­schungs­er­geb­nis­se ha­ben au­ßer­dem Be­den­ken hin­sicht­lich mög­li­cher Aus­wir­kun­gen auf die mensch­li­che Ge­sund­heit im Zu­sam­men­hang mit ei­ner Ex­po­si­tion auf­kom­men las­sen. Die EPA weist Vor­wür­fe zu­rück, Ba­yer ha­be die Vor­schrif­ten dik­tie­ren dür­fen, und er­klärt, dass die Kon­sul­ta­tion von Pes­ti­zid­her­stel­lern ein nor­ma­ler Be­stand­teil des Re­gu­lie­rungs­pro­zes­ses sei. Den­noch wer­fen die neu ver­öf­fent­lich­ten Do­ku­men­te un­wei­ger­lich Fra­gen da­rü­ber auf, ob sol­che Kon­sul­ta­tio­nen Che­mie­un­ter­neh­men ei­nen über­mä­ßi­gen Ein­fluss auf Ent­schei­dun­gen ver­schaf­fen, die doch ei­gent­lich dem Schutz der Öf­fent­lich­keit und der Um­welt die­nen sol­len.

Ei­ne wirk­sa­me Re­gu­lie­rung setzt vor­aus, dass die Re­gu­lie­rungs­be­hör­den ech­te Un­ab­hän­gig­keit von den von ih­nen be­auf­sich­tig­ten Bran­chen wah­ren. Un­ter­neh­men ver­fü­gen na­tür­lich über tech­ni­sches Wis­sen über ih­re Pro­duk­te, doch der Schutz der mensch­li­chen Ge­sund­heit und der Um­welt muss Vor­rang vor kom­mer­ziel­len In­te­res­sen ha­ben. Wenn Her­stel­ler da­zu auf­ge­for­dert wer­den, bei der Fest­le­gung von Be­schrän­kun­gen für Che­mi­ka­lien mit­zu­wir­ken, mit de­nen sie Ge­win­ne er­zie­len, be­steht die Ge­fahr, dass das Ver­trau­en der Öf­fent­lich­keit in das Re­gu­lie­rungs­sys­tem un­ter­gra­ben wird. Ent­schei­dun­gen über po­ten­tiell ge­fähr­li­che Pes­ti­zi­de soll­ten letzt­lich auf un­ab­hän­gi­gen wis­sen­schaft­li­chen Er­kennt­nis­sen und dem Vor­sor­ge­prin­zip be­ru­hen.

In­for­ma­tio­nen zu ei­ner Stu­die, aus der her­vor­geht, dass fast 20 Pro­zent des fri­schen, tief­ge­kühl­ten und in Do­sen ver­pack­ten Obsts und Ge­mü­ses, das die Ame­ri­ka­ner ver­zeh­ren, be­sorg­nis­er­re­gen­de Pes­ti­zid­wer­te auf­wei­sen, fin­den Sie in die­sem Bei­trag auf un­se­rer Web­sei­te.

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