Et­wa 8 von 10 Ame­ri­ka­nern nut­zen Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel
18. September 2026
No­var­tis-​Me­di­ka­ment ge­gen Lp(a) senkt das kar­dio­vas­ku­lä­re Ri­si­ko nicht
18. September 2026

Ver­brei­te­te GLP-​1-​Me­di­ka­men­te zur Ge­wichts­re­duk­tion kön­nen sel­te­ne, le­bens­be­droh­li­che Hirn­er­kran­kung aus­lö­sen

Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Meldung

Zwei gän­gi­ge GLP-​1-​Me­di­ka­men­te zur Ge­wichts­re­duk­tion wur­den mit ei­ner Hirn­er­kran­kung in Ver­bin­dung ge­bracht, die zu blei­ben­den Hirn­schä­den füh­ren und töd­lich ver­lau­fen kann.
[Quelle: nypost.com]

[Bildquelle: magnific.com]

Kommentar

Me­di­ka­men­te wie Se­ma­glu­tid und Tir­ze­pa­tid er­freu­en sich zur Ge­wichts­re­duk­tion gro­ßer Be­liebt­heit. In­des deu­ten neue Er­kennt­nis­se da­rauf hin, dass ih­re Aus­wir­kun­gen auf den Ap­pe­tit und die Ver­dau­ung bei man­chen Pa­tien­ten po­ten­tiell schwer­wie­gen­de er­näh­rungs­be­ding­te Fol­gen ha­ben könn­ten. For­scher ha­ben Fäl­le von Wer­nicke-​En­ze­pha­lo­pa­thie fest­ge­stellt, ei­ner sel­te­nen, aber po­ten­tiell töd­li­chen Hirn­er­kran­kung, die durch ei­nen schwe­ren Man­gel an Vi­ta­min B1 (Thia­min) ver­ur­sacht wird, bei Per­so­nen, die GLP-​1-​ba­sier­te Me­di­ka­men­te ein­neh­men.

Thia­min ist für die Ener­gie­be­reit­stel­lung und die nor­ma­le Funk­tion des Ge­hirns und des Ner­ven­sys­tems un­er­läss­lich. Ein schwe­rer Man­gel kann da­her zu Ver­wirrt­heit, Ko­or­di­na­tions­stö­run­gen und ab­nor­ma­len Au­gen­be­we­gun­gen füh­ren und, wenn ihm nicht um­ge­hend ab­ge­hol­fen wird, zu blei­ben­den Hirn­schä­den oder so­gar zum Tod füh­ren. In den ge­mel­de­ten Fäl­len tra­ten in der Re­gel an­hal­ten­des Er­bre­chen, Ap­pe­tit­lo­sig­keit, ei­ne stark re­du­zier­te Nah­rungs­auf­nah­me oder ein ra­scher Ge­wichts­ver­lust auf. Zwar be­le­gen die Er­kennt­nis­se nicht, dass GLP-​1-​Me­di­ka­men­te häu­fig ei­ne Wer­nicke-​En­ze­pha­lo­pa­thie ver­ur­sa­chen, doch un­ter­strei­chen sie die Be­deu­tung der Über­wa­chung des Er­näh­rungs­zu­stands, wenn me­di­ka­men­tö­se Be­hand­lun­gen das Ess- und Ver­dau­ungs­ver­hal­ten er­heb­lich ver­än­dern.

Ein durch Me­di­ka­men­te ver­ur­sach­ter Nähr­stoff­man­gel ist kei­nes­wegs ein neu­es Phä­no­men. Wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se be­le­gen seit lan­gem, dass ver­schie­de­ne häu­fig ver­wen­de­te Arz­nei­mit­tel die Ver­sor­gung des Kör­pers mit es­sen­tiel­len Vi­ta­mi­nen, Mi­ne­ral­stof­fen und an­de­ren Mi­kro­nähr­stof­fen ver­rin­gern kön­nen. Den­noch fin­det die­ses Pro­blem in der Öf­fent­lich­keit über­ra­schend we­nig Be­ach­tung. Die neu­es­ten Er­kennt­nis­se zu GLP-​1 ma­chen er­neut deut­lich: Wenn Me­di­ka­men­te in nor­ma­le bio­lo­gi­sche Pro­zes­se ein­grei­fen, dür­fen ih­re Aus­wir­kun­gen auf den Er­näh­rungs­zu­stand nie­mals au­ßer Acht ge­las­sen wer­den.

Um mehr über die Fak­ten zur Ab­nehm­in­dus­trie zu er­fah­ren, von de­nen die über­kom­me­nen Main­stream-​Me­dien so auf­fäl­lig we­nig be­rich­ten, le­sen Sie die­sen Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

Share this post: