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Vi­ta­min B6 er­weist sich als viel­ver­spre­chen­des Mit­tel zur Be­hand­lung von De­pres­sio­nen

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Meldung

Eine neue Stu­die der Uni­ver­sity of Rea­ding im Ver­ei­nig­ten Kö­nig­reich hat er­ge­ben, dass die täg­li­che Ein­nah­me ei­ner hoch­do­sier­ten Vi­ta­min-​B6-​Er­gän­zung die Sym­pto­me ei­ner De­pres­sion bei Men­schen, die be­reits da­run­ter lei­den, deut­lich lin­dern könn­te.
[Quelle: reading.ac.uk]

[Bildquelle: magnific.com]

Kommentar

Vi­ta­min B6 spielt ei­ne we­sent­li­che Rol­le für die nor­ma­le Funk­tion des Ner­ven­sys­tems und ist für die Pro­duk­tion wich­ti­ger Bo­ten­stof­fe im Ge­hirn er­for­der­lich, die an der Re­gu­lie­rung der Stim­mung be­tei­ligt sind. In die­ser Stu­die stell­ten die For­scher fest, dass die täg­li­che Ein­nah­me von 100 mg Vi­ta­min B6 über ei­nen Mo­nat hin­weg die Sym­pto­me bei Teil­neh­mern, die zu Be­ginn der Stu­die an ei­ner leich­ten oder schwe­re­ren De­pres­sion lit­ten, deut­lich lin­der­te. An der Stu­die nah­men 268 Er­wach­se­ne teil, die nach dem Zu­falls­prin­zip in Grup­pen ein­ge­teilt wur­den, die ent­we­der Vi­ta­min B6, Vi­ta­min B12 oder ein Pla­ce­bo er­hiel­ten.

Die For­scher ver­mu­ten, dass Vi­ta­min B6 sei­ne Wir­kung teil­wei­se durch ei­ne Stei­ge­rung der Pro­duk­tion von Gam­ma-​Ami­no­but­ter­säu­re (GABA) ent­fal­tet, ei­nem Bo­ten­stoff, der zur Re­gu­lie­rung der Ak­ti­vi­tät im Ge­hirn bei­trägt. Vi­ta­min B6 ist zu­dem am Stoff­wech­sel an­de­rer Neu­ro­trans­mit­ter be­tei­ligt, da­run­ter Se­ro­to­nin und Do­pa­min. Die For­scher wei­sen ins­be­son­de­re da­rauf hin, dass her­kömm­li­che An­ti­de­pres­si­va nicht bei je­dem wir­ken und un­er­wünsch­te Ne­ben­wir­kun­gen ver­ur­sa­chen kön­nen, was die Not­wen­dig­keit un­ter­streicht, al­ter­na­ti­ve An­sät­ze zu er­for­schen.

Zwar sind wei­te­re Un­ter­su­chun­gen er­for­der­lich, um fest­zu­stel­len, ob die hier be­ob­ach­te­ten po­si­ti­ven Ef­fek­te auch über län­ge­re Zeit­räu­me an­hal­ten, doch die Er­geb­nis­se ma­chen er­neut deut­lich, dass die Er­näh­rung nicht nur die kör­per­li­che Ge­sund­heit, son­dern auch das psy­chi­sche Wohl­be­fin­den be­ein­flus­sen kann. De­pres­sio­nen wer­den in der Re­gel vor al­lem mit Me­di­ka­men­ten und psy­cho­lo­gi­schen The­ra­pien be­han­delt, wäh­rend der Rol­le von Mi­kro­nähr­stof­fen ver­gleichs­wei­se we­nig Auf­merk­sam­keit ge­schenkt wird. For­schungs­ar­bei­ten, die sich mit er­näh­rungs­be­zo­ge­nen An­sät­zen be­fas­sen, bie­ten da­her ein be­trächt­li­ches Po­ten­tial, un­ser Ver­ständ­nis da­rü­ber zu ver­bes­sern, wie die psy­chi­sche Ge­sund­heit auf na­tür­li­che Wei­se ge­för­dert wer­den kann.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu den im­mer zahl­rei­che­ren Be­le­gen für ei­nen Zu­sam­men­hang zwi­schen ei­nem Man­gel an B-​Vi­ta­mi­nen und De­pres­sio­nen fin­den Sie in die­sem Ar­ti­kel auf un­se­rer Web­sei­te.

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