Sie werben mit niedrigen Kosten, einem Rund-um-die-Uhr-Service, einfachem Zugang, umgehender Terminvergabe, professioneller Gesundheitsbetreuung und schnell erhältlichen Verschreibungen. Die Rede ist von Telehealth-Anbietern. In den USA sind sie vor dem Hintergrund der COVID-19-Restriktionen, als Vor-Ort-Besuche beim Arzt erschwert waren, wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die Ausweitung ihrer Nutzung wird kräftig forciert. Tatsächlich könnten Telehealth-Dienste eine sinnvolle Erweiterung in der Gesundheitsversorgung sein. In ihrer jetzigen Ausgestaltung bieten sie Pharmainteressen jedoch ein willkommenes Einfallstor, um das Geschäft mit der Krankheit voranzutreiben. Damit legen Telehealth-Anbieter die eigentliche Schwachstelle im aktuellen Gesundheitssystem offen: die mangelnde Orientierung auf ursachenbezogene Behandlung. […]