Um schwindelerregende 200 Prozent stiegen die Todesfälle durch verschreibungspflichtige Opioide im Zuge der amerikanischen Opioid-Epidemie zwischen 2000 und 2014. Dies geschah nicht einfach zufällig. Es war das Ergebnis eines kalkulierten Plans, der von Firmen wie Purdue Pharma, Janssen und Cephalon in Gang gesetzt wurde. Nicht nur haben diese Unternehmen gefährliche Medikamente vermarktet, sondern auf zynische Weise brachten sie auch vertrauenswürdige Ärzte, die sie als »Key Opinion Leaders« bezeichneten, dazu, für hochgradig süchtig machende opioide Schmerzmittel zu werben. Eine aufschlussreiche Untersuchung von Dokumenten aus dem Opioid Industry Document Archive der Universität Kalifornien, San Francisco, aus dem Jahr 2024 enthüllt ein schmutziges Schema, in dem Pharmaunternehmen jene »wichtigen Meinungsführer« bestachen und aufpäppelten, um verschreibungspflichtige Opioide aggressiv zu bewerben, das Suchtrisiko absichtlich herunterzuspielen und dabei zu helfen, Milliarden von Dollar zu scheffeln. […]