Den Unterschied zwischen klinischen und subklinischen Mikronährstoff Mangel verstehen
Oktober 24, 2019

Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Uganda: ›Bewegung des Lebens‹ pflanzt über 12.000 vitaminspendende Obstbäume

Das Team von Movement of Life Uganda vermeldete kürzlich seinen Erfolg, im Land mehr als 12.000 Obstbäume gepflanzt zu haben. Dies geschah an Schulen ebenso wie in häuslichen Gärten als Teil unserer globalen Kampagne ›Beende Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Pflanze einen Obstbaum!‹. Die Initiative fördert die Wissensvermittlung über die wegweisende Entdeckung Dr. Raths, dass der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen primär eine unzureichende Versorgung mit Vitamin C zugrunde liegt. Eine gute Quelle für dieses Schlüsselvitamin sind Früchte. Das Pflanzen von Obstbäumen in Verbindung mit dem Verbreiten ihrer gesundheitlichen Bedeutung trägt somit zur Bewahrung von Menschenleben bei.

Unter Leitung des Nationalkoordinators der Movement of Life Uganda, Gyavira Mwesige, wurde das dortige Anpflanzungsprogramm von Obstgehölzen im Rahmen eines Schulgarten-Projekts durchgeführt, das den Titel ›Schul-Gesundheits-Parlament‹ trägt. Begonnen hatte das Projekt im März 2015. Es beinhaltet die Gewinnung von Saatgut, den Anbau von Gemüse und Heilpflanzen sowie das Unterrichten der Kinder über Ernährung und Zellular Medizin. Mitte des Jahres 2019 erreichte die Initiative die beeindruckende Anzahl von 50 teilnehmenden Schulen. Uganda ist eines der hundert ärmsten Länder der Welt. Viele seiner Einwohner sind deutlich unterernährt und (über)leben von nur einer Mahlzeit am Tag. Das Projekt ›Schul-Gesundheits-Parlament‹ und die Kampagne ›Beende die Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Pflanze einen Obstbaum!‹ haben daher in diesem Land ein enormes Potential, die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und Leben zu retten.

Größter Handlungsbedarf, die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Angriff zu nehmen

Die dringende Notwendigkeit, bei der Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätig zu werden, zeigt sich anhand der Statistik der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Aus ihr geht hervor, dass Herz-Kreislauf-Krankheiten weltweit die Nummer 1 der Todesursachen sind. Im Jahr 2016 verstarben daran schätzungsweise 17,9 Millionen Menschen, was einen Anteil von 31 Prozent sämtlicher Todesfälle auf der Welt ausmacht. 85 Prozent der Herz-Kreislauf-bedingten Todesfälle kommen durch Herzinfarkt oder Schlaganfall zustande.

Die WHO räumt ein, dass es nur einem geringfügig kleinen Teil der Weltbevölkerung gelingt, den empfohlenen hohen Tagesdurchschnitt an Obst und Gemüse zu konsumieren. Mithin überrascht es nicht, dass Herz-Kreislauf-Krankheiten, ganz so wie in Industrieländern, so auch in Entwicklungs- und Schwellenländern zur Hauptursache von Tod und Invalidität werden. Mindestens zwei Drittel der Herz-Kreislauf-Toten kommen in Ländern mit niedrigem bis mittleren Einkommen vor, wobei Herzversagen zu einem wachsenden Problem in Sub-Sahara-Afrika wird.

Die Gesundheitsausbilder von Morgen unterrichten

Das Gartenprojekt ›Schul-Gesundheits-Parlament‹ hat einen enormen Einfluss auf die daran mitwirkenden Kinder. Durch ihre Teilnahme an der Kampagne ›Beende die Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Pflanze einen Obstbaum!‹ lernen sie beispielsweise, wie sie Nahrung zu ihrer Medizin machen. Zudem liefert das Projekt den Kindern, ihren Schulen und Familien nicht nur vitaminreiche Lebensmittel, sondern es vermittelt auch wichtige Fertigkeiten fürs Leben, wie Teamwork, Kommunikation, Professionalität, Selbstvertrauen und Führungsstärke. Somit stellt das Projekt auch ein gutes Trainingsfeld für die Gesundheitsausbilder von Morgen dar.

Die Dr. Rath Health Foundation ist der Auffassung, dass es möglich ist, das in Uganda entwickelte Modell an praktisch jeder Schule, in jedem Land der Welt umzusetzen. Um es mit einer bekannten Redeweise auszudrücken: Gib einer Person etwas zu essen und Du ernährst sie für einen Tag. Zeigst Du ihr aber, selbst Nahrungsmittel anzubauen, so ernährst Du sie ein Leben lang. Wenn wir der Welt dabei helfen, sich mit vitaminreichen Lebensmitteln zu versorgen, wird unsere Vision ›Gesundheit für Alle‹ möglich.

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