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Mikronährstoff-Synergien zur Bekämpfung der Borreliose

Jedes Jahr wird in Europa und in den USA bei tausenden Menschen eine Borreliose-Infektion diagnostiziert. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Zahl unerkannter Fälle noch höher ist. Hauptgrund dafür sind Einschränkungen in der Diagnose dieser heimtückischen Krankheit.

Borreliose (im englischen Sprachraum auch ›Lyme-Krankheit‹) ist eine vorrangig von Zecken übertragene Infektionskrankheit. Mitunter kann es Jahre dauern, diese Erkrankung richtig zu erkennen. Was im Wesentlichen an ihren unspezifischen Symptomen liegt. Diese nämlich werden vielfach mit anderen Krankheiten in Zusammenhang gebracht.

Das Unerkanntbleiben der Borreliose kann unterdessen verheerende Auswirkungen für den Patienten haben, denn die Erreger können sich im Körper ausbreiten und schwere Schäden verursachen. Außerdem können sie Überdauerungsstadien ausbilden, was problematisch ist, erstens weil sich die Bakterien damit vor dem menschlichen Immunsystem »verstecken« und zweitens weil sie für die konventionelle Behandlung kaum mehr erreichbar sind, also resistent gegenüber Medikamenten werden. Üblicherweise werden Antibiotika verabreicht. Wird also eine Borreliose endlich als solche erkannt und die Antibiotika-Therapie in Übereinstimmung mit den schulmedizinischen Leitlinien aufgenommen, kann deren erwünschte Wirkung ausbleiben.

In der Zellular Medizin werden ausgewählte Mikronährstoffe (Zell-Vitalstoffe) nach dem Prinzip der Nährstoffsynergie kombiniert, um untereinander den Nutzen zu steigern und so den größtmöglichen Effekt für die Gesundheit auszuüben. Im Jahr 2016 führten wir gemeinsam mit einer privatärztlichen Institution zur Diagnose und Behandlung von Borreliose eine Beobachtungsstudie durch, um die Wirksamkeit spezifischer Mikronährstoff-Kombinationen gegen die Borrelia-Bakterien zu untersuchen. Die Studie ging über 6 Monate und umfasst 17 Borreliose-Patienten mit überwiegend schwerer Symptomatik. In den ersten 5 Wochen kam, begleitend zur Einnahme der Mikronährstoff-Kombination, die Insulin potenzierte Therapie (IPT) zur Anwendung, ein Standardansatz in dieser Privatpraxis. Danach lag der Fokus der Behandlung auf dem Einsatz der Zell-Vitalstoffe.

Die Studienergebnisse sprechen für sich selbst: Nach 6 Monaten der Zell-Vitalstoff-Einnahme zeigte beinahe die Hälfte der Probanden eine deutliche gesundheitliche Verbesserung. Die fortgesetzte Anwendung der synergistischen Zusammenstellung pflanzlicher Substanzen und Mikronährstoffe ist daher ratsam. Rund 20 % der Probanden berichteten nach 6-monatiger Einnahme komplett beschwerdefrei zu sein.

11,8 % der Probanden erfuhren eine moderate Verbesserung ihrer Gesundheit, während 23,5 % keine Verbesserung verspürten. Eine kleine Zahl von Teilnehmern brach die Einnahme von Mikronährstoffen zu einem frühen Zeitpunkt ab. Zieht man die Tatsache in Betracht, dass die konventionelle Therapie bei fortgeschrittener Borreliose praktisch keine Verbesserungen mit sich bringt, sind diese Ergebnisse von außerordentlicher Bedeutung.

Trotz der Schwere der Symptome bei allen Patienten zu Beginn der Studie berichteten knapp zwei Drittel (64,7 %) der Probanden von substantiellen Verbesserungen ihres Gesundheitszustandes nach 6 Monaten der Mikronährstoff-Einnahme. Daher folgerten die an der Studie beteiligten Therapeuten, dass die synergistische Anwendung von pflanzlichen Substanzen und Mikronährstoffen als dauerhafte Behandlung in jeden therapeutischen Ansatz bei Borreliose integriert werden sollte.

Ein besonders bemerkenswertes Resultat ist, dass pflanzliche Substanzen und Mikronährstoffe nicht  nur in der Frühphase einer Borreliose hochwirksam sind, sondern auch bei fortgeschrittenen Stadien, wenn übliche Antibiotika-Therapien an ihre Grenzen stoßen. Dies beweist einmal mehr die Überlegenheit von Naturstoffen gegenüber konventionellen Therapien.

Referenzen:
1. In vitro evaluation of antibacterial activity of phytochemicals and micronutrients against Borrelia burgdorferi and Borrelia garinii, A. Goc, A. Niedzwiecki und M. Rath, 2015, Journal of Applied Microbiology, 119(6):1561-1572
2. The anti-borreliae efficacy of phytochemicals and micronutrients: an update, A. Goc und M. Rath, 2016, Therapeutic Advances in Infectious Disease, 3(3-4):75-82

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